Staufenberg-Schule 
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77770 Durbach 
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 Weinprojekt 
der
Staufenberg
Schule

 
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Die Rebsorten in Durbach und Baden
Das Projekt 

Geschichte des Weins in 
Durbach und Baden 

Geschichte des 
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Weingüter 2 

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Bacchus   
Diese Weinsorte ist eine Neuzüchtung. 
Die Kreuzung von Silvaner x Riesling 
und Müller-Thurgau wird in Baden 
bevorzugt in den Bereichen Badische Bergstraße / Kreichgau und Tauber- franken geerntet. Ein deutliches Muskat- Bukett und feine Frucht sind die Merk- male dieses Weißweins.
 
Chardonnay   
Badens Weinspektrum verändert sich laufend. Wo in der Vergangenheit haupt- sächlich Neuzüchtungen eingeführt wurden, pflanzen jetzt Winzer auch inter- national bewährte Sorten in unserer Region an. Allen voran ist der Chardonnay zu nennen, jene Traube, die weltweit angebaut wird und so renommierte Weine wie Chablis und Meursault hervorbringt. Merlot und Cabernet Sauvignon als Rotweine tauchen ebenfalls hier und da auf. Beim Chardonnay sind die ersten Lesen auf der Flasche, mit teilweise schönen Ergebnissen. 
 
Gewürztraminer/ Clevner  
Vom Aroma, vom Bukett und Geschmack her gesehen dürfte der Gewürztraminer 
der spektakulärste Wein in Baden sein. Auch wer keine Erfahrung mit Rebensaft hat, wird ihn mit größter Wahrscheinlichkeit unter allen Weinen herausfinden. Sein Aroma von Rosen, von Mandelblüten und Muskat ist unverkennbar. Allenfalls mit einem Traminer, in der Ortenau  auch Clevner genannt, wäre er zu vergleichen. Diese beiden Sorten sind sehr eng verwandt; der Gewürztraminer ist von den beiden jedoch der üppigere Wein. Ob es sich überhaupt um zwei Rebsorten handelt, ist selbst unter Fachleuten umstritten. Bestes Unterscheidungsmerkmal ist die Traubenfarbe; beim Gewürztraminer ins Orange- Gelbliche, beim Clevner ins Rötliche tendierend, was ihm intern auch noch den Namen roter Traminer einbrachte. 
Dieser Wein hat in der Regel einen höheren Alkoholgrad und ist relativ säurearm. 
Körperreich aufgrund geringer Erträge von Natur aus, stellt er hohe Ansprüche an 
die Lage. Er wird gerne als Edel- Süßwein gekeltert, paßt dann hervorragend zu 
Desserts, auch zu Münster- oder Schimmelkäse. Jung eignet er sich zu Gänse- leberpastete und Spargel. Im Elsaß ist er der traditionelle Begleiter des Gugel- hupfs. 
 
Grauer Burgunder / Ruländer 
Die Herkunft des Ruländers liegt im Dunkel der frühen Weingeschichte. Eine falsche Spur führt über Lazarus von Schwendi nach Ungarn. Weil im Elsaß und in der Schweiz der Name Tokay- Pinot gris für die graue Burgunderrebe steht, vermachte man dem Feldherrn aus Burgheim den Import dieser Traube. Nichts davon ist richtig, denn der Tokajer stammt von der Furminttraube. Glaubwürdiger ist jedenfalls die Version, daß ein Gewisser Johann Ruland aus Speyer in seinem verwilderten Garten Grauburgunder entdeckte, dessen Bedeutung er als Edelsorte erkannte und für seine Verbreitung sorgte. Zumindest kommt daher der Name. 
Von der gleichen Rebe ist er als grauer Burgunder – früh gelesen, trocken aus- gebaut mit genügend Säure und fruchtig- frischem Aroma – in der Gastronomie heute einer der beliebtesten Tischweine. 
In Ortenauer Betrieben wird er klassisch vinifiziert. In guten Jahren bringt er 
außergewöhnliche Beeren- und Trockenbeeren- auslesen, oftmals mit hohen Mostgewichten.
 
Spätburgunder 
Aus Burgund kommt die badische Rotweinsorte, der blaue Spät- burgunder. Als "Pinot noir" ist er weltweit im Anbau. Spätburgunder wird traditionell in den besten Lagen angebaut, besonders alte Reben zeigen hervorragende Ergebnisse. 
 
 
 
 
 
Gutedel  
Ein vorderer Platz im badischen Weinanbau nimmt der Gutedel flächenmäßig ein. Fast ausschließlich ist er im Markgräfler Land zu Hause, und dessen Name hängt mit diesem Wein eng zusammen. Markgraf Karl Friedrich lernte den Gutedel am Genfer See kennen und verordnete seinen Landeskindern den Anbau dieser Sorte. In Mitteleuropa war er zuerst im Dörfchen Chasselas bei Macon heimisch; dorthin soll ihn ein französischen Botschafter aus der Türkei gebracht haben. Die Wurzeln liegen vermutlich im Nahen Osten. 
Der Gutedel ist ein ausgesprochener Zechwein, leicht, nicht gerade säurebetont und vielen erst auf den zweiten Schluck schmeckend. Er paßt problemlos zu allen Speisen, die weißen Wein verlangen: Süßwasserfische, kalte Platten und besonders Spargel. In Frankreich heißt der Gutedel Chasselas, in der Schweiz nennt man ihn je nach Region Fendant oder Chasselas. Verschwindend geringe Mengen werden auch im roten Gutedel angebaut, einer Spielart, welche immer weiß gekeltert, also sofort abgepreßt wird, bevor die Schalen ihre Farbstoffe in den Most abgegeben haben. 
 
Kerner 
Von den vielen Neuzüchtungen im deutschen Rebgarten gilt der Kerner als die erfolgreichste. Benannt ist er nach dem schwäbischen Dichter Justinus Kerner. Gezüchtet wurde diese Sorte an der Versuchsanstalt Weinsberg bei Heilbronn, aus den Reben Riesling und Trollinger. Mit einem Prozent an der Gesamtfläche in Baden-Württemberg ist er in der Menge dem Gewürztraminer gleichzustellen. Anders als dieser jedoch ist er relativ anspruchslos, begnügt sich mit mittleren Lagen bei ausgezeichneter Winterfrostfestigkeit und gilt als Ergänzungsorte zum Müller-Thurgau. 
Kernerweine sind bukettbetont, fruchtig-rassig mit Aromen nach Holunderblüte und Brennessel; manchmal dem Riesling ähnlich. Gerichten von Seefischen und Meeresfrüchten ist er ein guter Begleiter zu Tisch. Auch wird er gerne als Aperitif serviert. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt in Tauberfranken.
 
Riesling  
Deutscher Riesling hat Weltruf. Als „König der Weißweine“ wird der fruchtige rassige, manchmal mit einer stahligen Säure ausgestattete Wein vornehmlich in der Ortenau – hier als Klingelberger- und im Bereich Badische Bergstraße/ Kraichgau angebaut. Dabei unterscheiden sich die nördlichen Kreszenzen mit ihrem etwas höheren Säuregehalt nicht unwesentlich von den Rieslingen Mittelbadens, welche mehr Fülle besitzen. Riesling wird traditionsgemäß nur in den besten Lagen gepflanzt. 
Einst stand der Riesling für die deutsche Weinherrlichkeit weltweit; ohne ihn wäre heute unser Weinland nur eines von vielen guten. 
Als Essenbegleiter eignet sich Riesling besonders zu Fisch. Zander oder Hecht in Riesling sind bekannte Gerichte am Oberrhein. Auch Geflügel bietet sich in der Zubereitung mit Riesling an.
 
  Müller Thurgau-Rebe (Kreuzung zwischen     
  Riesling und Gutedel) 
 
 
 
 
Aus: Roschach, Hans: Badischer Wein: Vom Rebstock bis zur Flasche Offenburg 1995