Staufenberg-Schule 
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  Zum Rebberg, Weingarten oder Weinberg sagt man allgemein „Reben“-  
man geht „in d`Rewe“. 
Weinberg 
in der Sonne
 
Zum Rebberg, Weingarten oder Weinberg sagt man allgemein „Reben“- man geht „in d`Rewe“. Da auch das Rebland der Realteilung unterlag, entstanden vielfach kleine Parzellen; man hatte in den einzelnen "Gewannen" unterschiedlich große Stücke Rebland. Ein Stückel ist ein Mockel, ein kleines Stückel Möckele („Megeli“). Unterschieden wurde zwischen den Bergreben und den Feldreben (Niederreben); bedeutsam war das auch für Bodenbearbeitung. In der sind die besseren Reblagen am Hang. Ist der Buckel sehr steil, so hat man „gähi“ Reben. 
Neben der Arbeit in den eigenen Reben wurde auch in sogenannten Lohnreben geschafft. Mit dieser Arbeit wurde der Pachtzins für gepachtetes Ackerland abgegolten. 
Vor der Rebflurumlegung gab es nur wenige allgemeine Wege im Rebland. 
Über die „Stäfeli“ kommt über den Rhein, eine Geländestufe, in das nächste Grund- stück. Zum Abstellen von Karren und zum Ausweichen gab es einige wenige Plätze; sie hießen Kehre oder Mistschütte. Von  dem damals üblichen Streusatz ging man zur Anlage in Zeilen über; man spricht von der „Zild“. 
Viele Rebstücke sind nicht rechtwinklig sondern teils dreieckig, spitz oder zipflig. Dann müssen einige „Spitzzilde“ angelegt werden, um das Rebstück möglichst günstig auszunutzen. Diese kürzeren Rebzeilen, die zur Zeilen- hauptrichtung in einem Winkel stehen, heißen auch “Sperrzild“. 
Der Gang zwischen den Rebzeilen ist die „Gass“. Die Gass zwischen der ersten Zeile (Ortzild) und der zweiten Zeile nächst der Grenze ist die „Ortgass“. Der neuere Begriff Durchgang bezeichnet einen solchen, der quer zu den Rebzeilen verläuft. 
Einerseits hießen die Gräben, die quer zum Hang das Abschwemmen verhindern sollten, Flötzgräben. Sie wurden gegeneinander versetzt gehauen. Andererseits - wenn sich bei einem Schlagregen, wenn es geflötzt hatte, das Wasser selbst einen Weg gesucht hatte, waren Flözgräben entstanden. Diese durch die Gewalt des Wassers abwärts verlaufenden Flözgräben mußten zugemacht werden, während man die verschwemm- ten Gräben wieder aufmachte.  
Das Gescheid ist die Grenze zwischen zwei Rebstücken. Wenn in den Bergreben ein Schwall zwei Rebstücke trennt, heißt der Grenzbereich bis zur ersten Rebzeile, bis zur Ortzid, das Ort. Mit Schwall wird eine kleinere Stufe, mit Rain ein größerer Absatz im Gelände bezeichnet. 
Wenn sich bei nassem Wetter das Wasser seinen Weg entlang eines Schwalls sucht, 
spricht man von einem Schwallgraben, wo dann auch geputzt werden muß. Der Schwall mußte immer wieder an verschiedenen Stellen neu aufgesetzt werden , wenn er durch das Wetter oder durch die Arbeit in den Reben abgerutscht war – „Schwall machen.“  
Mit Awändel wird das obere Ende eines Rebstückes benannt, der Bereich, der vom Ende der Rebzeilen bis zum Schwall reicht. Man schaffte von unten her durch die Gass nach oben und kehrte im Awändel um. 
Gütersteine (Grundstückssteine) entlang der Grenze(auch in den Reben ) heißen Lochen. 
Es gab (und gibt heute noch) nur wenige Rebhäusle(Rebhisli), da sich für die kleinen  
Parzellen (oft nur mit wenig Ar) solch ein Aufwand nicht lohnte. Sie dienten urprünglich als Unterstand. Später sammelte man teilweise auch Regenwasser, um dieses für Spritzbrühe zu verwenden. 

Aus: Kreutz, Gernot: Vom Sprachgut der Rebbauern in Zell-Weierbach. Offeburg 1992